...und hier die Fortsetzung:
Nachdem ich die JarLight Mark 3 gebaut hatte und
diese die Mark 1 & Mark 2 in Leistung übertraf, war ersteinmal Ruhe.
Aber dann habe ich 2003 die Mark 4 gebaut und im März 2004 die Mark 5. Im
folgenden stelle ich die Lampen vor und hoffe, dass sie Anreize für Hobbybastler
bieten.
JarLight Mark 4

Die Mark 4 setzt auf die gleiche Technik wie die Mark 3. Statt einer
weißen 5mm LED werden jetzt derer vier eingesetzt. Die LEDs
sind über klein bemessene Widerstände parallel mit der
Stromversorgung verbunden. Bei der Stromversorgung wurde wie bei
der Mark 3 ein LT1073-5 IC eingesetzt. Dieses Mal wurden Kondensatoren
und die Spule aber sorgfältiger ausgewählt. Um die gegenüber
der Mark 3 viermal so großen Ströme liefern zu können
wird die Mark 4 von zwei Mignon Akkus getrieben. Mittels eines dreistufigen
Aus/Ein/Ein-Schalters werden die LEDs entweder durch den Schaltregler
betrieben oder direkt an die beiden Mignonzellen gelegt. Letzteres
liefert zwar nur ein sehr schwaches Glimmen der LEDs, das ist aber
mehr als hell genug, um zum Beispiel die Taschenlampe in der Nacht
zu finden. Durch den weiteren zweistufigen Schalter kann man zwischen
zwei Leistungsstufen wählen. Der schwächere Modus hat
50mA Gesamtstromaufnahme und ist in der Helligkeit in etwa mit der
Mark 3 vergleichbar. Der zweite Modus benötigt 200mA Strom
und ist wesentlich heller als die Mark 3, wie die Vergleiche weiter
unten zeigen.
Die Betriebsdauer liegt bei 2000mAh-Akkus und 50mA Stromaufnahme rechnerisch
bei 40h, im "hellen" Modus mit 200mA wird eine 10stündige Betriebsdauer
erreicht.
Da jetzt zwei Mignon-Zellen in Reihe geschaltet sind, besteht die Gefahr,
dass die schwächere der beiden Zellen durch eine Tiefenentladung beschädigt
wird. Um dem vorzubeugen, signalisiert eine LED das Ende der Akku-Kapazität.
Durch den Schaltwandler ist es möglich, die Lampe auch mit nur einer Zelle
zu betreiben, wobei allerdings die Leistung abfällt. Dennoch kann es passieren,
dass man dadurch das Entladeende einer Zelle nicht mitbekommt und diese durch
Negativladung schädigt.
JarLight Mark 5

Vorderansicht mit dem Luxeon
O-Star Leuchtmittel

Rückansicht mit Helligkeits-Regler, Ein-/Aus-Schalter und Batterie-Anzeige
Die Mark 5 funktioniert verwendet ein anderes Konzept als die Vorgängermodelle.
Die kleinen 5mm LEDs wurden gegen eine 1 Watt Luxeon Star LED ausgetauscht. Um
die 1 Watt Leistung bei ausreichender Spannung bereitzustellen wurde auf einen
Spannungswandler verzichtet und gleich 4 Mignon-Akkus eingesetzt. Zur Reglung
der Helligkeit wird nicht etwa ein verlustbringender Längsregler verwendet,
sondern auf das Konzept der Pulsweitenmodulierung gesetzt. Wie bei der Mark 4
gibt es auch wieder eine Leuchtdiode, die über das Ladeende der Akkus informiert,
damit keine der Zellen versehentlich
tiefentladen wird.
Die Mark 5 enthält trotz Pulsweitenmodulation dennoch einen Schaltwandler,
nämlich um die Stromversorgung für den bekannten NE555 sicherzustellen,
der die Modulierung der Pulsweite übernimmt. Weiterhin wird auch die einfache
Ladeende-Elektronik von den 5V des Spannungswandlers mitversorgt.
Der Vergleich
Um einen sinnvollen Vergleich zu ermöglichen, wurde bei allen drei Aufnahmen
der gleiche Abstand Lampe<->Schirm und Kamera<->Schirm verwendet.
Weiterhin wurde für alle Aufnahmen die gleiche Blende (8), Belichtungszeit
(1/8s) und Lichtempfindlichkeit (ISO 64) gewählt.
Die Aufnahmen zeigen deutlich den Unterschied in Helligkeit und Lichttemperatur
der verschiedenen Lampen. Das die Mark 3 auf dem Bild so dunkel erscheint, liegt
nur an den gewählten Belichtungsdaten. Die Mark 3
ist selbst relativ hell. Um aber einen vernünftigen Vergleich zu machen,
wurden Einstellungen verwendet, die die Mark 5 nicht zu stark überbelichten
lassen.
Man erkennt schnell die Vorteile des Luxeon Star Leuchtmittels. Das Licht ist
intensiver, hat eine wärmere, nicht so blaue Farbtemperatur (sie geht sogar
leicht ins gelbliche) und ist wesentlich gleichmäßiger. Letzteres liegt
an der in der LED integrierten, angepassten Optik.
Hier noch ein Vergleich zwischen der JarLight Mark 5 und einer Maglite
3C:
Links die Jarlight Mark 5, rechts eine MagLite 3C. Wieder sind alle Belichtungsdaten
identisch, dieses Mal wurde auch der Weissabgleich identisch gewählt. Wie
man sieht, hat die Mark 5 ein wesentlich gleichmäßigeres Licht, dass
zudem "weißer" ist. Bei der gewählten Distanz von etwa 1m
sind die Lichtintensitäten vergleichbar. Bei großen Distanzen hat die
MagLite natürlich Vorteile, da ihr Lichtkegel fokussierbar ist. |