Die Cane Creek Thudbuster-Sattelstütze
Die Theorie:
Die Thudbuster
Sattelstütze von Cane Creek ist eine gefederte Sattelstütze
die nach dem Parallelogramm-Prinzip arbeitet. Normale gefederter Sattelstützen,
die nach dem sogennanten Teleskoprinzip arbeiten, federn nur in Richtung des
Sattelstützenrohres. Somit können Stöße die vom Hinterrad
kommen nur unzureichend abgefedert werden, da ja das Sattelrohr nach vorne
zeigt und nicht nach hinten in Richtung des Rades.
Ein weiterer Nachteil von "normalen" gefederten Sattelstützen
nach dem Teleskopprinzip ist, dass kaum eine Wartung möglich ist. Ein
Nachfetten ist bei den meisten Modellen nur schwer möglich aber dennoch
notwendig, da ansonsten das Tauchrohr beim Einfedern schnell verkantet und
blockiert. Dies sind zumindest die Erfahrungen, die ich mit einem solchem
Modell gemacht habe. Normale Sattelstützen nach dem Teleskopprinzip taugen
meiner Meinung nach garnichts.
Die Cane
Creek Thudbuster hingegen arbeitet nach dem Parallelogrammprinzip. Was
das bedeutet kann man auf dem Foto erkennen. Man kann leicht erkennen, dass
von hinten unten kommende Stöße wesentlich besser aufgenommen werden
können. Zusammen mit einer Federgabel am Vorderrad ergibt das eine perfekte
Federung für Hardtail-Bikes.
Auch die Wartung ist wesentlich einfacher. Lediglich die vier Drehpunkte müssen
ab und zu geölt werden und die Elastomer-Elemente benötigen nach
einiger Zeit eine Schmierung mit etwas Fett.
Die Praxis:
Was sich in der Theorie wunderbar anhört funktioniert in der
Praxis auch tatsächlich so. Schon bei der ersten Testfahrt, nachdem ich die
alte Teleskop-Feder-Sattelstütze durch die Thudbuster ersetzt habe, fiel
der Unterschied gravierend auf. Kleine Schlaglöcher, die ich normalerweise
auf Touren zu umfahren versuchte nahm ich auf der Testfahrt direkt mit und spürte
sie nur noch als Schlag an den ungefederten Füßen auf den Pedalen,
aber nicht mehr als harten Schlag über den Sattel. Große Schlaglöcher
sind natürlich immer noch deutlich spürbar, aber ich tendiere dabei
jetzt nicht mehr aus dem Sattel zu fliegen
(in diesem Zusammenhang kann ich übrigens sehr Click-Pedale mit den dazugehörigen
Schuhen empfehlen!)
Die Federung vom Hinterrad funktioniert jetzt so gut, dass ich schnell bemerkte
wie schlecht eigentlich Federgabeln für 28 Zoll Räder sind (oder ist
es nur meine?) War früher die Teleskop-Sattelstütze das schwächste
Glied in der Federung, so ist es jetzt plötzlich, was mir zuvor garnicht
auffiel, die Federgabel. Vielleicht denke ich aber jetzt auch nur so, weil sich
neben dem Sicherheits- auch ein deutlicher Komfortgewinn durch die Thudbuster
eingestellt hat.
Kaufen kann man in Deutschland die Sattelstütze übrigens bei P&A
Cycle Trading in Göggingen. Mittlerweile scheint es aber auch andere
Bezugsquellen in Deutschland zu geben, was noch 2001 nicht der Fall war.
Übrigens habe ich mehrfache Anfragen bezüglich der Höhe des
Federsystems erhalten und daraufhin das obige Bild hinzugefügt.
Die Höhe beträgt 14,5cm und das ist auch gleichzeitig
die minimale Distanz, die man zwischen Oberkante Sattelrohr und
Unterkante Sattel haben kann.
Wer noch Fragen offen hat, kann mir diese gerne im Forum
stellen! Vielleicht gibt es dort aber bereits auch schon die Antwort. Eine zweite
Meinung zur Thudbuster wurde auch schon im Forum hinterlassen.
Wer Elastomere sucht, zum Beispiel die harten schwarzen und dafür
seine weichen grauen eintauschen möchte, der kann es in meinem Forum in der
Thudbuster-Elastomer-Tauschbörse
versuchen!
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